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Travel Diary: Nuwara Eliya | Round Trip Sri Lanka Part Three

am
13. Dezember 2017

Nach ein paar Tagen in Kandy geht es für uns einmal nicht mit unserem Driver weiter, sondern mit dem Zug. Dieser ist vor allem bei Touristen sehr beliebt, denn die Strecke nach Nuwara Eliya bzw. weiter nach Ella führt durch die Teeplantagen von Sri Lanka.

Zugfahrt von Kandy nach Nuwara Eliya

Unser Driver hat für uns Tickets organisiert, und wir warten am Bahnhof in der Nähe von Kandy. Wir haben nicht verstanden, wieso wir hier einsteigen und nicht in Kandy selbst, denn der Zug fährt von hier aus noch nach Kandy, bevor er umdreht und wieder in Richtung Ella unterwegs ist. Wir sind nicht die einzigen Touristen, die hier zusteigen, denn diese Strecke ist sehr beliebt. Vor allem Backpacker nutzen sie gerne, um von Kandy nach Ella zu kommen, laut unserem Driver einer DER Backpacker-Orte in Sri Lanka. Die meisten, die ihre Reise über eine Agentur gebucht haben, steigen aber in Nuwara Eliya aus. Bevor es so weit ist, müssen wir nur erst einmal auf den Zug warten – denn der hat Verspätung. Auch das ist laut unserem Fahrer ganz normal. Am Bahnhof erzählt mir mein Freund, dass ein Bekannter von ihm, der momentan zufällig auch in Sri Lanka ist, auch in Kandy war und heute weiterreist. Zufällig läuft genau dieser Bekannte uns wenig später über den Weg – die Welt ist eben doch ein Dorf. Bevor wir in den Zug einsteigen, verabreden wir uns am Abend zum gemeinsamen Essen in Nuwara Eliya.

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Die Tickets, die unser Fahrer für uns gekauft hat, sind für die 1. Klasse. Hier sitzen wir ausschließlich mit anderne Touristen, die meisten Einheimischen sind in der 3. Klasse unterwegs. Was alle drei Klassen des Zuges gemein haben: man kann an den offenen Türen stehen bzw. sitzen und während der Fahrt die Beine hinausbaumeln lassen. Natürlich sind die Türen dadurch hoch frequentiert, und es bilden sich schnell Schlangen, denn jeder möchte natürlich sein Erinnerungsfoto machen. Zum Glück ist die Zugfahrt lang und jeder hat die Chance, einmal die Teeplantagen zu fotografieren, die vor den Fenstern vorbeiziehen.

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So schön die Landschaft auch ist, nach etwas mehr als einer Stunde habe ich langsam das Gefühl, dass ich es jetzt auch gesehen habe. Der Zug ist sehr langsam unterwegs, hält immer wieder an, wird noch langsamer und man hat das Gefühl, kaum voranzukommen. Was nicht schlimm ist, denn sonst hätte ich mich wohl kaum getraut, mich an die offene Zugtür zu setzen. Aber natürlich zieht sich dadurch die Strecke von Kandy nach Nuwara Eliya. Wer bis nach Ella fährt, muss mit etwa 6 Stunden Fahrtzeit rechnen, wir haben bis Nuwara Eliya etwa vier Stunden eingeplant. Zwischendurch, besonders aber am Anfang der Fahrt, gibt es auch noch nicht viel zu sehen – spannend wird es eigentlich erst im Hochland, wenn die Teeplantagen rechts und links der Strecke entstehen.

Nuwara Eliya

Nuwara Eliya liegt auf etwa 1.900 Metern Seehöhe und war ursprünglich ein Erholungsort für britische Kolonialbeamten. Unser erster Eindruck, als wir aus dem Zug steigen: ganz schön kalt hier. Denn natürlich ist es auf dieser Höhe deutlich kühler als in Kandy, wo wir noch in Shorts und T-Shirts in den Zug gestiegen sind. Wir haben aber auch einen besonders kalten Tag erwischt, denn es ist gerade einmal 8 Grad warm. Unser Fahrer bringt uns erst einmal zu unserem Hotel. Unterwegs sehen wir die Überbleibsel der britischen Kolonien – manche Gebäude der Stadt erwecken den Eindruck, dass man sich eigentlich in England befindet. Wäre da nicht der obligatorische Basar und die Tuk-Tuks. Was auch auffällt: hier gibt es viele Hotels und Ferienwohnung. Denn auch, wenn hier etwa 25.000 Menschen leben, ist Nuwara Eliya vor allem bei Touristen beliebt.

Wir haben noch den halben Tag vor uns, aber erstmal möchte ich vor allem duschen. Die lange Zugfahrt hat mich müde gemacht, und abends haben wir natürlich die Verabredung mit den niederländischen Bekannten. Obwohl die Temperaturen draußen alles andere als warm sind, hat unser Hotel keine Heizung. Trotzdem sind die Zimmerpreise hier sehr hoch, denn der Ort ist bei Touristen sehr beliebt.

Was tun in Nuwara Eliya?

Direkt am nächsten Morgen schauen wir uns eine Teeplantage an. Hier wird uns erklärt, was mit den Teeblättern passiert, nachdem sie gepflückt wurden, und wir bekommen auch eine Tasse Tee zum probieren. Wir treffen hier auf eine Schulklasse aus Kandy – eine Tatsache, die mir endlich einmal das Gefühl gibt, dass das, was wir hier sehen, einfach echt ist. Das war in Kandy ja leider nicht immer der Fall.

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Nach der Teeplantage schauen wir uns gemeinsam mit unserem Driver einmal die Stadt an. Viel gibt es hier nicht zu sehen, außer dem lokalen Basar, auf dem wir einige Souvenirs kaufen. Außerdem schauen wir uns den Park an, für den wir tatsächlich Eintritt bezahlen müssen. Eine Runde spazieren gehen für 300 Rupies pro Person. Danach gehen wir noch etwas essen: unser Driver zeigt uns ein „Restaurant“, in dem eine Gruppe Frauen sich täglich trifft um für die Einheimischen günstiges Essen zu kochen. Hier bezahlen wir umgerechnet nicht einmal einen Euro für das Mittagessen. Insgesamt, nicht pro Person. Und lecker ist es auch, obwohl ich es immer noch komisch finde, einfach mit der Hand zu essen.

Den Rest des Tages machen wir nicht viel – im Gegenteil. Denn wenn man nicht gerade auf verschiedene Wanderungen geht (was bei schlechtem Wetter anscheinend nicht sehr empfehlenswert sein soll) gibt es hier so gut wie nichts zu tun. Für die Wanderung zu den Wasserfällen werden auch wieder ziemlich hohe Eintrittsgelder verlangt, und da es die ganze Nacht und den halben Tag geregnet hat, verzichten wir darauf. Stattdessen nutzen wir die Zeit, um unsere Postkarten zu schreiben, und einen Mittagsschlaf zu halten. Denn Ausschlafen war auf dieser Reise bisher leider nicht drin.

Weiterfahrt nach Yala

Nach einer zweiten Nacht in unserem eiskalten Hotelzimmer geht es für uns weiter nach Yala. Auf dem Weg dorthin halten wir noch einmal in Ella, dem besagten Ort für Backpacker. Tatsächlich reiht sich hier ein Hostel an das andere, und auch die Restaurants sind entsprechend auf die Geschmäcker der Touristen angepasst. Zum Essen fahren wir noch ein Stück weiter Richtung Yala, nachdem wir einen Blick auf die Nine Arch Bridge geworfen haben. In einem Restaurant mit großer Terrasse, von der aus wir einen Blick auf die beeindruckende Landschaft werfen können, gibt es ein super leckeres Mittagessen. Insgesamt dauert die Fahrt von Nuwara Eliya bis nach Yala ohne Verkehr etwa 5 Stunden, in denen wir ma wieder froh sind, einen Fahrer zu haben und nicht selbst fahren zu müssen.

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Der Bericht von Yala und der Safari im Yala National Park folgt dann im nächsten Travel Diary. Wart ihr schon einmal in Nuwara Eliya?

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Alex
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Alex, 26, is a Dutch/German blogger living in Munich.

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