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Travel Diary: Grand Canyon | USA Roadtrip

am
4. Januar 2017

Als ich das Travel Diary zu San Diego geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass ich euch einen wichtigen Teil des Roadtrips unterschlagen habe: nämlich der Tag am Grand Canyon. Von Las Vegas aus sind wir an einem Tag hin und zurück gefahren und, wie ihr euch vielleicht denken könnt, war es ein absolutes Highlight!

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Der Grand Canyon – an einem Tag

Lange habe ich hin und her überlegt, ob ein Tag am Grand Canyon wirklich genug ist. Vor allem nach der Begegnung mit den beiden Backpackern in San Francisco war ich davon überzeugt, dass das nicht so ist, denn ich wäre unglaublich gerne dort wandern gegangen. Allerdings hat das natürlich so seine Tücken, und ich musste schnell einsehen, dass das nicht einfach so machbar ist. Ganz auf den Grand Canyon verzichten wollte ich aber trotzdem nicht – also an einem Tag hin und her.

Morgens klingelt der Wecker so früh, dass ich im ersten Moment gar keine Lust habe, aufzustehen. Dann fällt es mir wieder ein, und schnell geht es Richtung Auto. Obwohl es so früh morgens ist, sitzen in Las Vegas bereits die ersten Menschen im Casino, aber ich bin noch zu verschlafen, um mich darüber zu wundern. Schnell ein Frühstück to Go, und ab ins Auto.

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Mein Freund gibt „Grand Canyon Skywalk“ ins Navi an, und los geht’s. Etwa eine Stunde, bevor wir ankommen sollen, wundern wir uns, dass das große Schild zum Skywalk nach links zeigt, während wir geradeaus weiter fahren sollen. Da wir die Abfahrt sowieso schon verpasst haben, beschließen wir aus unerfindlichen Gründen, geradeaus fahren und wundern uns ab jetzt nur noch über die unglaublich leere Landschaft und die wenigen Wohnwagen.

Irgendwann kommen wir an. Zumindest laut Navi. Mitten in einem Indiander Dorf, mitten im Nirgendwo. Und nein, das ist nicht abwertend gemeint, das ist wirklich ein Indianerstamm. In dem kleinen Museum bekommen wir Internet und finden heraus, dass wir schon eine halbe Ewigkeit über die Route 66 gefahren sind – und wenn wir hier noch eine halbe Ewigkeit weiterfahren, kommen wir tatsächlich irgendwann an. Nicht ganz dorthin, wo wir hinwollten, aber immerhin. Wir fahren weiter, freuen uns über jedes kleine Dorf, und noch mehr, als wir endlich den Eingang zum Nationalpark passieren.

Durch den östlichen Eingang kommen wir erst nach Grand Canyon Village, und schließlich zum Desert View Watch Tower – und obwohl ich mittlerweile super genervt bin, von der viel zu langen Autofahrt, ist in diesem Moment alles vergessen. Die Aussicht genießen, in der Sonne sitzen, auf den Turm…ich vergesse die Fahrt, die Zeit und teilweise auch, Fotos zu machen.

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Nach einiger Zeit, es könnte eine Stunde sein oder drei, vielleicht auch nur 20 Minuten, fahren wir langsam zurück zum Grand Canyon Village. Zwischendurch halten wir immer wieder an, genießen noch einmal die Aussicht und ich bin wieder und wieder beeindruckt. WIe so oft vorher fühle ich mich so klein, sehe die Natur plötzlich mit ganz anderen Augen. Mein Highlight: ein ziemlich großer Adler landet direkt neben uns auf einem Baum, nur um kurze Zeit später wieder abzuheben und ein paar Kreise zu ziehen.

Nach einem kurzen Rundgang durch Grand Canyon Village beschließen wir, den Rückweg anzutreten. Mit dem Auto dauert die Fahrt nämlich fast vier Stunden. Irgendwann schlafe ich ein und verpenne einen Großteil der Fahrt – danke an dieser Stelle noch mal an meinen Freund, der mich sicher von A nach B gebracht hat.

Beim nächsten Mal nehme ich mir mehr Zeit – auch für eine Wanderung. Egal, wie anstrengend das wird.

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Alex
Munich

Alex, 26, is a Dutch/German blogger living in Munich.

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