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New York Part 8: Von NYC nach Washington

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22. Februar 2015

Washington stand auch auf unserer Liste, als wir nach New York geflogen sind. Und das, obwohl eine Woche eigentlich ziemlich knapp bemessen ist, um überhaupt so viel wie möglich von New York zu sehen. Nach langem hin und her haben wir uns dann aber doch entschieden, einen Tag unserer Reise in Washington zu verbringen.

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Geht das überhaupt? Ja, ein Tag ist machbar. Lohnt es sich? Wenn man erstmal nur die ganzen Memorials sehen will, und auf einen Tag in New York verzichten kann, dann ja, es lohnt sich wirklich. Aber erstmal ganz langsam und von Anfang an.

Wie schon so oft für diese Reise haben wir auch die Bustickets vorab gebucht. Dabei haben wir vor allem darauf geachtet, wie früh wir aufbrechen können (schlafen kann man dann ja auch auf der 4-stündigen Busfahrt) und wie spät wir abends zurück fahren können und wollen. Im Endeffekt haben wir uns für Eastern Busses entschieden, da es insgesamt nur 110 Dollar gekostet hat (bei Greyhound wäre das der Preis pro Person gewesen und mit dem Zug wäre die Fahrt zwar kürzer, aber auch deutlich teurer gewesen).

Wir haben also direkt morgens um 6 im Hotel gefrühstückt und sind los Richtung Bus. Hätten wir nicht die genaue Adresse gehabt, wären wir einfach an der Haltestelle vorbei gelaufen. Einfach nur ein kleiner Raum in einer Häuserreihe in China Town, kein Bus in Sicht, und beim Einchecken ein Mann, der kein Wort Englisch, sondern nur Chinesisch (?) sprach. So richtig konnte er uns auch nicht sagen, wo denn jetzt der Bus ist, aber dann kam endlich ein Bus, und der Fahrer konnte uns glücklicher Weise auf Englisch mitteilen, dass wir hier richtig sind und einsteigen dürfen. Und das der Bus auch noch in Baltimore hält. Was übrigens nirgendwo vorher erkennbar war, und die Reisezeit um eine halbe Stunde verlängerte.

Die Busfahrt war an sich ganz ruhig, mit einem Zwischenstop an einer Tankstelle irgendwo, gefühlt mitten im Nichts. Der Stop wurde auf dem Rückweg übrigens weg gelassen. Ich hatte die Idee, im Bus zu bleiben während mein Freund ausgestiegen ist, um Kaffee zu organisieren. Und die Idee war gut: mein Freund war zwar pünktlich nach 15 Minuten zurück, allerdings waren noch andere Niederländer im Bus (den wir sonst nur mit anderen Asiaten teilten), und die hatten es nicht rechtzeitig geschafft. Als wir den Busfahrer darüber informiert hatten, war er so gnädig und hat noch gewartet (die beiden kamen auch schon aneglaufen), hätten wir allerdings nichts gesagt, wäre er einfach weiter gefahren. Kann man ja mal machen.

Die Haltestelle in Baltimore war mitten im Nichts. Das war der Moment, in dem mein Freund und ich (und auch andere Mitreisende) uns dann gefragt haben, ob es eine gute Idee war, sich für den günstigeren Bus zu entscheiden. Keine Stadt weit und breit, und wir bekamen leichte Panik, dass das in Washington genau so sein würde und wir erstmal in die Stadt kommen müsste. Zum Glück haben wir in Washington gar nicht all zu weit von sämtlichen Memorials entfernt gehalten – wie könnte es anders sein, in China Town natürlich.

Und damit haben wir den Tag dann auch direkt gestartet. Es war ja mittlerweile fast halb 12, und wir hatten das Gefühl, dass die Zeit drängt, damit wir bis abends halb 7, wenn der Bus wieder abfahren sollte, auch alles gesehen haben.

Wenn ich ehrlich bin: die Busfahrt war zwar nicht schlecht, und auf dem Rückweg sind wir einfach eine Haltestelle eher ausgestiegen (ziemlich direkt am Times Square statt in Chinatown), wobei wir uns wirklich etwas sicherer gefühlt haben, aber: beim nächsten Mal würde ich mich wahrscheinlich doch für den bekannteren und etwas teureren Greyhoundbus entscheiden oder direkt mit dem Zug fahren. Zug einfach deswegen, weil die Fahrt viel kürzer ist, und wenn man nur für einen Tag fährt, ist es schon nervig, wenn man so lange im Bus sitzt. Vor allem, wenn man am nächsten Tag wieder in den Flieger steigen muss.

Wer wenig Geld ausgeben will und an einem Tag hin und zurück will, ist mit Eastern Busses sicher gut beraten. Günstig ist es auf jeden Fall, und mit ein bisschen Selbstbewusstsein ist das Ganze kein Problem. Man sollte sich einfach nur nicht davon aus der Ruhe bringen lassen, dass man irgendwo in einer kleinen Seitenstraße einsteigen muss und es nicht wirklich seriös wirkt. Und dass der Typ, der die Tickets kontrolliert kein Wort Englisch spricht (und zwar weder in NYC noch in Washington).

Wer allerdings lieber eine etwas komfortablere Methode sucht, oder etwas mehr Zeit hat, kann auch gut auf andere Art und Weise gut nach Washington kommen. Schon für ungefähr 200 Dollar pro Person kann man von NYC aus fliegen und hat die Hotel Übernachtung schon mit drin, wenn man nach entsprechenden Angeboten sucht. Oder man bezahlt etwas mehr und fährt mit dem Zug. Oder man bucht einfach einen anderen Bus.

Demnächst zeige ich euch auch noch ein paar Fotos aus Washington und berichte von unserem letzten Tag in den USA (:
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Alex
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Alex, 26, is a Dutch/German blogger living in Munich.

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