Lesson Learned: The Sweatpants

Fast drei Wochen Homeoffice – so lange ist es mittlerweile her, dass hier in den Niederlanden alle darum gebeten wurden, so oft es geht von zuhause aus zu arbeiten. Drei Wochen, an denen ich mir ziemlich oft morgens dachte, Jogginghose reicht völlig aus. Denn selbst bei Videokonferenzen sehen die Kollegen ja höchstens mein Oberteil. Und meine Jogginghose und ich, das ist schon seit Jahren die ganz große Liebe. So gerne ich mich morgens auch fertig mache und mir ein passendes Outfit zusammensuche, sobald ich nach hause komme, wechsle ich am liebsten direkt in die Jogginghose. Aber in den letzten drei Wochen habe ich vor allem eins gelernt: Jogginghose all day geht mir dann doch etwas zu weit!

Lesson Learned: Die Jogginghose

Ich liebe meine Jogginghose. Oder eigentlich Jogginghosen, denn im Laufe der letzten Jahre haben sich einige Modelle bei mir angesammelt – und nicht alle sind so gammlig wie das hellgraue Exemplar, das ich meinem Bruder vor etwa 10 Jahren aus dem Kleiderschrank geklaut und nie zurückgegeben habe (sorry!! Ist aber immer noch meine liebste Jogginghose!). Ich kann mich daran erinnern, dass ich während meines Studiums teilweise ganze Wochenenden oder vielleicht sogar noch länger in Jogginghose verbracht habe. Denn in Lernphasen bin ich kaum aus dem Haus gekommen, und selbst wenn, war es mir für den Gang zum Supermarkt, zum Imbiss um die Ecke oder sogar zum gemütlichen Abend mit Freunden relativ egal. In meiner Schulzeit auch schon, ich weiß gar nicht, wie oft meine Mutter mich gefragt hat, ob ich wirklich so das Haus verlassen möchte. Und ja, ich habe tatsächlich auch meine LK-Klausuren fürs Abi in Jogginghose geschrieben (allerdings nicht in der hellgrauen, sondern in einer, die ein bisschen ordentlicher aussah).

Aber so bequem ich die Jogginghose auch finde, in den letzten Jahren bin ich zumindest dazu übergegangen, Jeans anzuziehen, wenn ich mich mit Freunden treffe (und meistens auch, wenn ich in den Supermarkt gehe). Vielleicht bin ich in der Hinsicht einfach spießiger geworden. Zuhause waren meine Jogginghosen trotzdem noch jeden Tag Lieblingsoutfit – obwohl mein Mann nicht unbedingt ein großer Fan davon ist (eher im Gegenteil, er besitzt nicht mal eine Jogginghose!). Bis jetzt. Denn das Homeoffice hat mittlerweile dafür gesorgt, dass ich sogar zuhause zumindest eine ‚richtige‘ Hose anziehe.

Jogginghose all day

Es gibt sie immer noch, die Tage in denen ich von morgens bis abends in Jogginghose zuhause rumlaufe, und hauptsächlich gar nichts tue. Aber eben viel seltener – und zumindest nicht von Montag bis Freitag. Nach den ersten Tagen im Homeoffice habe ich gemerkt, dass es mir deutlich leichter fällt, mich auf die Arbeit zu konzentrieren und produktiv zu sein, wenn ich mich zumindest ein wenig fertig mache. Und dass eine Jogginghose sich nicht unbedingt positiv auf diese Produktivität auswirkt. Außerdem gibt es meinem Tag etwas mehr Struktur, wenn ich mich morgens wie gewohnt anziehe, bevor ich mich vor den Laptop setze. Und das brauche ich gerade mehr denn je, vor allem, wenn ich daran denke, dass ich noch mindestens bis Ende April nicht mehr im Büro arbeiten werde (hier in den Niederlanden wurde die Quarantäne bisher bis einschließlich 28. April verordnet). Ob ich das bis zum Ende durchhalte oder doch irgendwann wieder in die Jogginghose wechsle? Keine Ahnung. Aber das Gefühl, nach Feierabend und Homeworkout endlich wieder in eine meiner geliebten Jogginghosen zu schlüpfen ist so gut, dass ich da ziemlich optimistisch bin!

Und ihr? Seid ihr Team Jogginghose?

schokokamel

3 Gedanken zu „Lesson Learned: The Sweatpants

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