Lesson Learned: Declutter - Sydney 6
Fashion Personal

Lesson Learned: Declutter

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23. Juli 2019

Ich ziehe demnächst um. Es ist nicht das erste Mal, aber es ist das erste Mal in drei Jahren – es hat sich also einiges angesammelt. Aber: Es ist auch nicht das erste Mal, dass ein Teil meiner Sachen für eine Weile eingelagert wird. Und vom letzten Mal weiß ich, dass ich einige Dinge, die ich ein paar Monate nicht direkt bei mir hatte, auch nicht vermisst habe. Da ich aber dieses Mal keine Lust habe, den ganzen Kram erst beim Umzug mitzuschleppen, um ihn dann doch auszusortieren, habe ich es dieses Mal andersrum gemacht.

Ausmisten – wieso fällt es uns so schwer?

Manchen Menschen fällt es super leicht, sich von Dingen zu trennen. Den meisten geht es aber wahrscheinlich wie mir – irgendwas hält einen doch ab, die Hose, die man eigentlich seit zwei Jahren nicht mehr anhatte, auszusortieren. Vielleicht, weil man sie ja gekauft hat, weil sie einem gefallen hat. Oder weil tolle Erinnerungen daran hängen. Oder weil man sich denkt, dass man sie vielleicht doch noch einmal tragen will. Und so lassen wir die Hose im Schrank, wo sie weiter existiert, ohne jemals getragen zu werden – denn in den meisten Fällen ändert sich nichts an der Tatsache, dass sie einfach nie zum Einsatz kommt. Und das gilt auch für die wunderschönen Schuhe, auf denen man eigentlich nicht laufen kann. Oder das Shirt, das ein bisschen zu klein ist. Oder, oder, oder…

Lesson Learned – Ausmisten

Als ich nach New York gezogen bin, konnte ich genau einen Koffer mitnehmen. Alles andere kam in Kisten auf den Dachboden meiner Eltern – zusammen mit einigen Möbeln, die ich behalten wollte. In der Zeit habe ich vor allem eins gemerkt: An die meisten Klamotten, die in den Kisten lagen, habe ich gar nicht mehr gedacht. Bis auf ein paar Lieblingsteile, die aus praktischen Gründen nicht in den Koffer gewandert sind, habe ich eigentlich nichts vermisste – und da ich mich modetechnisch in New York auch verändert habe, wundert es wahrscheinlich niemanden, dass ich danach ausgemistet habe. Zumindest so weit, dass ich in der Wohnung in München nicht alles in den Kleiderschrank gepackt habe, sondern einiges in Kisten in den Keller – mit der Intention, sie irgendwann zu spenden. Drei Mal dürft ihr raten, was mit den Kisten passiert ist. Genau, sie standen bis vor etwa drei Monaten noch genau dort, wo ich sie vor zweieinhalb Jahren abgestellt hatte.

Jetzt steht aber der nächste Umzug bevor. Und das hat endlich geholfen. Die ganzen Kisten, diese schiere Menge an Zeug, das ich angehäuft habe, das hat mich irgendwie abgeschreckt. Und dazu geführt, dass ich endlich ehrlich zu mir selbst bin – mittlerweile habe ich schon zwei Umzugskartons voll gespendet, und danach noch weiter aussortiert. Ich habe immer noch viele Klamotten, aber es ist kaum noch etwas dabei, was ich nicht regelmäßig trage. Und das fühlt sich unglaublich gut an. Auch, wenn ich zugeben muss: Es ist immer noch erschreckend, zu sehen, wie viel man eigentlich besitzt.

Und wenn ich gerade nicht umziehe?

Wichtig ist, sich einmal bewusst zu machen, wie viel man eigentlich besitzt – das ist meistens ein ziemlich ernüchternder Moment. Deswegen kann man auch gut auf den Trick von Mari Kondo zurückgreifen. Einfach alles einmal aus dem Schrank holen, auf einen Haufen werfen und dann jedes Teil einzeln in die Hand nehmen. Ausmisten ist ein Prozess, und man sollte sich im Idealfall viel Zeit dafür nehmen – und eventuell mit etwas anfangen, das einem leicht fällt. Und dann alles schön geordnet wieder in den Schrank hängen.

Das Outfit auf dem Bild oben darf übrigens mit umziehen – und nein, das Bild ist kein Hinweis, wo genau es hingehen wird. Dazu nächste Woche mehr! (:

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Alex
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Alex, 26, is a Dutch/German blogger living in Munich.

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