Das Leben spielt sich offline ab!

Wenn man möchte, kann man mittlerweile am Leben vieler Menschen teilhaben – quasi live. Auf Instagram Stories oder Snapchat teilen immer mehr Influencer fast alles, was sie den ganzen Tag so tun, und alle schauen zu. Was nicht in den sozialen Medien auftaucht, ist ja quasi nicht passiert!

Das Leben spielt sich offline ab! - Das Leben spielt sich offline ab

Wer mir länger folgt weiß: Instagram Stories sind bei mir eher selten, Snapchat nutze ich nur noch privat, um Freunden schnell ein Foto zu schicken. Ab und zu gibt es mal ein Bild, und letztens in Mailand habe ich mal ein bisschen mehr „gesnapt“ auf dem Travelerhearts-Account. Aber ansonsten? Bleibt meine Story meistens leer. Ich wurde schon öfter gefragt, wieso eigentlich – und heute bekommt ihr darauf meine Antwort.

Das Leben spielt sich offline ab!

Eine Zeit lang habe ich versucht, mitzumachen. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, fällt es einem schwer, das Handy mal zur Seite zu legen und irgendetwas einfach nur zu machen. Und genau das hat mich gestört. Schon vor einigen Jahren habe ich mich mit meiner besten Freundin gemeinsam darüber aufgeregt, dass die Leute vor uns beim Konzert alles gefilmt haben und wir quasi nur Bildschirme vor uns gesehen haben. Technische Entwicklung und so – bis zu einem gewissen Grad ist das heute normal und man kann es auch nicht verhindern. Das möchte ich ja auch gar nicht, jeder so, wie er es mag. Schade finde ich nur, dass das Aufnehmen, das Posten und das „ich brauche noch ein Bild für Instagram“ mittlerweile manchmal wichtiger geworden ist, als den eigentlichen Moment zu genießen. Denn wenn man immer nur mit dem Handy vor der Nase rumläuft, dann verpasst man einiges. Vielleicht nicht, wenn man gerade einfach auf dem Weg in den Supermarkt oder zur U-Bahn ist. Aber gerade in den Momenten, die instagramable sind. Tolle Sonnenuntergänge, Konzerte, Parties…

Versteht mich nicht falsch: ich mache auch Urlaubsfotos. Und Selfies mit Freunden, wenn wir uns endlich mal wieder sehen. Aber ich mache sie nicht für meine Follower, sondern für mich. Und versuche immer mehr, das Handy und die Kamera einfach mal Handy und Kamera sein zu lassen und mich mehr auf den Moment zu konzentrieren. Den Tag mit allen Einzelheiten zu genießen. Das ist unglaublich entspannend und gleichzeitig ist die Erinnerung daran viel intensiver – auch, wenn ich vielleicht kein Foto dazu habe.

Not on Instagram!? Didn’t happen…

Als ich eine Zeit lang so gut wie täglich gesnapt habe, habe ich mich schon schlecht gefühlt, wenn ich mich mal einen Tag nicht gemeldet habe. Einfach, weil gerade nichts spannendes passiert ist – und das, obwohl ich doch gerade in New York gelebt habe! Das muss man doch teilen, denn sonst denken alle, ich würde nur zuhause sitzen und es gar nicht genießen, dass ich gerade auf unbestimmte Zeit in so einer Stadt bin! Und wisst ihr was: ja, es gab Tage, da habe ich einfach nur zuhause gesessen. Und habe so gut wie nichts gemacht. Einfach, weil man das auch manchmal braucht – erst recht, wenn man in einer Stadt wie New York lebt. Wenn ich jeden Tag durch Manhattan gelaufen wäre, wäre ich vermutlich irgendwann durchgedreht. Aber…was denken die anderen dann? Lieber schnell ein älteres Foto suchen und das posten, die Gebäude sehen ja eh jeden Tag gleich aus.

Mehr offline – mehr den Moment leben!

Spätestens auf Hawaii ist mir dann klar geworden: wenn ich mein Handy mal zur Seite lege, dann kann ich mich später besser daran erinnern. Den Moment mehr leben, einfach alles andere vergessen und einfach mal glücklich sein. Mal kurz nicht über Social Media und die damit einhergehenden „Verpflichtungen“ nachdenken – denn die gibt es, wenn man erfolgreich sein will. Das heißt vielleicht, dass ich niemals so viele Follower haben werde, wie manche anderen Influencer, aber das ist auch völlig in Ordnung so. Denn letztendlich leben wir alle für uns selbst und nicht für andere.

Deswegen werde ich auch sehr wenig zum Thema Hochzeit und Hochzeitsvorbereitungen hier teilen. Zum einen, weil es einfach ein privater Moment ist. Zum anderen, weil ich einfach alles genießen will, denn sowas macht man im Leben (hoffentlich) nur einmal. Das ein oder andere erzähle ich euch dann vielleicht im Nachhinein, so wie immer, wenn ich später über manche Dinge einen Blogpost schreibe. Aber das war es dann auch schon – ich hoffe, das ist okay für euch. (:

Alex

16 Gedanken zu „Das Leben spielt sich offline ab!

  1. Du hast ja so Recht. Mange Dinge behält man besser für sich bzw. teilt sie mit Freunden und trägt sie nicht in die Öffentlichkeit. Gerade was ziemlich persönliche Dinge betrifft.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

  2. Ik kan me hier helemaal bij aansluiten! Ik heb ook eens een artikel hierover geschreven. Het offline leven vele malen belangrijker. Online is tegenwoordig zo normaal dat ik me er soms ook schuldig aan maak.. „Nog even een foto“… (Ik had ook in het Duits kunnen reageren trouwens, maar dit is net wat makkelijker, hihi)

    1. Haha, Nederlands is prima, hoor! Wel grappig dat je op de Duitse post reageert en niet op de Nederlandse 🙂 Lees je mijn blog dan in het Duits? Ja ik doe het zelf ook vaak genoeg, maar ik erger me er ook vaak genoeg aan…

        1. Haha grappig, het is bij mij hetzelfde, alleen heb ik eigenlijk 19 jaar in Duitsland gewoond en maar 4 in Nederland of zo. Merk ook echt dat mijn Nederlands achteruit gaat in de laatste maanden, maar goed, zo is het gewoon als je in het „buitenland“ zit 😀

  3. Hey:) man spricht immer von einer Handysucht seit es Facebook, Instagram und snapchat gibt. Und ich muss sagen, ich bin tatsächlich etwas abhängig ohne dass ich snapchat Videos von mir täte. Aber es ist auch einfach dieses immer online sein. Und du hast so recht, das richtige Leben spielt draußen. Toller Post und hoffentlich rüttelt er den ein oder anderen wach. Lg

  4. Ein sehr schöner Beitrag mit wahren Worten! Ich mache zwar auch Blogs auf YouTube, aber nur dann, wenn ich Lust drauf habe. Bei Instagram versuche ich schon lange nicht mehr mitzuhalten. Wobei ich vermute, dass mit Urlaub wieder mehr Bilder und Stories kommen werden.

    Liebe Grüße,
    Saskia-Katharina

    1. Danke! 🙂 Ja, an sich spricht ja auch nichts dagegen, nur manchmal frage ich mich, ob gewisse Menschen etwas tun, weil sie es gerade selber möchten, oder ob es bei den Followern gut ankommt…

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