10 Fehler auf Reisen, die ich nicht noch einmal machen will

Dass auf Reisen nicht unbedingt alles immer so läuft, wie geplant ist normal – und meistens sind diese schief gegangenen Pläne am Ende die schönsten Erinnerungen an den Urlaub. In den letzten Jahren habe ich auf Reisen und in der Vorbereitung auf diese Reisen aber einige kleinere Fehler gemacht, die vor allem nerven – und die ich darum nicht unbedingt wiederholen möchte. Habt ihr schon einmal einen Fehler auf Reisen gemacht, den ihr seit dem vermeidet?

Zu viel vornehmen

Ich erinnere mich immer noch gerne an meine erste Reise nach New York zurück – eine Woche, in der ich versucht habe, die ganze Stadt zu entdecken. Das war zwar cool, aber ehrlich gesagt auch sau anstrengend. Und als ich 2016 hingezogen bin, habe ich gemerkt, dass ich trotzdem nicht annähernd alles gesehen habe. Also ja, es war auf jeden Fall schön, aber seit dem plane ich meine Reisen doch etwas entspannter und nehme mir nicht mehr ganz so viel vor!

Zu wenig Vorbereitung

Das Gegenteil ist aber auch nicht mein Ding. Ich finde, dass es nichts schlimmeres gibt, als nach Hause zu kommen und nach einer Reise zu merken, dass man etwas, das man eigentlich gerne hätte sehen wollen, nicht gesehen hat, weil man sich einfach vorher nicht vorbereitet hat. Und damit meine ich gar nicht mal, dass man vorher schon einen genauen Plan hat, wann man was machen will – sondern eher, dass ich einfach weiß, was es am Zielort zu sehen gibt. Wenn ich mich dann vor Ort bewusst dazu entscheide, etwas auszulassen, weil es mir zu stressig wird, finde ich das deutlich weniger schlimm.

Mein Reisetagebuch nicht rechtzeitig fertigmachen

Ich schreibe meine Reisetagebücher immer erst nach der Reise – zumindest bisher. Vor allem, weil ich unterwegs einfach wenig Zeit und Lust habe, und mir zuhause dann gerne die Zeit nehme, mich noch einmal an alles zu erinnern. Allerdings schaffe ich es nicht immer, das Tagebuch dann direkt nach dem Urlaub fertig zu machen, und wenn ich mir dann irgendwann vornehme, es endlich zu machen, sind die Erinnerungen an die vielen Kleinigkeiten nicht mehr so präsent.

Urlaub machen, der nicht zu mir passt

Ich bin einfach kein Mensch, der gerne eine Woche am Pool liegt und das Hotel nur verlässt, um zur benachbarten Shopping Mall zu gehen. Ein paar Tage Strand und Entspannung finde ich super, aber dann brauche ich wieder ein bisschen Action, bestenfalls nicht in Form von irgendwelchen Animateuren mit ihrem Pool-Dance. Ein All-Inclusive Urlaub in der Türkei hat mir gereicht, um das zu erkennen. Been there, done that! Brauche ich aber nicht noch einmal.

Unpraktische Klamotten einpacken

Kennt ihr diese Sommerklamotten, die immer nur im Schrank liegen und die man eigentlich nie trägt? Aus irgendeinem Grund habe ich ein paar Mal den Fehler gemacht, ausgerechnet diese Klamotten dann mit in den Urlaub zu nehmen, in der Hoffnung, dass ich sie dann vielleicht endlich mal trage. Ganz ehrlich: Hat noch nie funktioniert. Die sortiere ich seitdem immer aus und nehme sie vor allem nicht mit in den Urlaub.

Nicht rechtzeitig ums Visum kümmern

Toi, toi, toi – bisher hat es bei mir immer rechtzeitig geklappt. Bis zur letzten Sekunde aufgeschoben habe ich es aber auch nur ein einziges Mal. Als alles weitere für meine Zeit in den USA geregelt war, hatte ich gerade eine stressige Zeit an der Uni und habe den J1-Visumsantrag ein bisschen vor mir hergeschoben. Keine gute Idee! Als die Mail kam, wo denn der Antrag bleiben würde, musste ich mich ziemlich reinhängen, um noch alles rechtzeitig fertig zu bekommen, und hatte Probleme, rechtzeitig einen Termin beim Konsulat zu bekommen. Den Stress spare ich mir in Zukunft lieber!

Eine Reise buchen, die eigentlich nicht zum Reisebudget passt

Nach meiner Zeit in New York bin ich noch durch Kalifornien und nach Hawaii gereist. Super toll, aber eigentlich ein bisschen zu teuer für mein damaliges Budget. Deswegen konnte ich leider nicht alles machen, was ich gerne gemacht hätte – was im Nachhinein mega schade ist. Es war trotzdem ein mega cooler Urlaub und in der Situation absolut okay. Nur würde ich es heute sicher anders planen.

Kein Hotel buchen, weil man ja eh mitten in der Nacht fliegt

Kuba, Sri Lanka, Israel – immer ging mein Rückflug mitten in der Nacht. Und jedes Mal dachte ich, es wäre eine super Idee um deswegen kein Hotel mehr zu buchen für die letzte Nacht, und die Zeit stattdessen in der jeweiligen Hauptstadt des Landes zu verbringen. An sich kein schlechter Plan, bis auf die Tatsache, dass ich die letzten Stunden immer auf irgendeiner Terrasse verbracht habe, bis es endlich Zeit war, zum Flughafen zu fahren. Und irgendwie war es jedes Mal unglaublich anstrengend und blöd, vor allem, wenn man vor Ort keine Möglichkeit mehr hat, sich frisch zu machen, bevor man in das Flugzeug nach hause steigt. So lange das Budget es hergibt, würde ich deswegen in Zukunft trotzdem ein Zimmer buchen, statt ein paar Stunden am Flughafen zu schlafen.

Abstände unterschätzen

100 Kilometer auf einer deutschen Autobahn und 100 Kilometer über kleine Straßen im Urlaub sind zwei komplett unterschiedliche Dinge – und auch die Zeiten auf Google Maps stimmen nicht immer mit der Zeit überein, die man tatsächlich braucht. Das habe ich in Israel gemerkt, als wir gefühlt ewig im Auto saßen, um von Tel Aviv nach Eilat zu kommen, obwohl wir eigentlich dachten, dass es viel schneller gehen würde. Es kann zwar immer vorkommen, dass ein Stau die Autofahrt unnötig verlängert, trotzdem informiere ich mich mittlerweile immer vorher, wie lange man wirklich braucht und plane erst dann die Etappen!

Mich nicht über Parkmöglichkeiten informieren

In der Stadt ist es ja meistens schwierig, einen guten Parkplatz zu finden – vor allem, wenn es voll ist. Wenn man aber auf 99% der Parkplätze nicht parken kann, weil man die App zum Bezahlen nicht herunterladen kann und ein Airbnb in der Nähe des Zentrums gebucht hat, ist das nicht nur ärgerlich, sondern einfach nur nervig. Nach drei Runden um den Block in Jerusalem haben Rica und ich zum Glück (und rein zufällig) einen gratis Parkplatz gefunden (vermutlich den einzigen in der ganzen Stadt), dort aber einen Parkplatz zu bekommen hat natürlich ewig gedauert. Seit dem checke ich immer vorher, wo genau ich parken kann, bevor ich ohne darüber nachzudenken, ein Airbnb oder Hotel buche.

Über welchen Fehler auf Reisen habt ihr euch am meisten geärgert?

schokokamel

7 Gedanken zu „10 Fehler auf Reisen, die ich nicht noch einmal machen will

  1. Interessante Liste! Obwohl ich das alles gar nicht alles als „Fehler“ bezeichnen würde. Manches sind einfach Erfahrungen. Fehler, die ich auf Reisen gemacht habe, würde ich folgendes nennen: Sich auf die falschen Freunde einlassen, im falschen Bus sitzen, . Auf meiner ersten Reise nach Griechenland vor vielen Jahren habe ich mein Geld zuhause vergessen. Damals gab es noch keine Geldautomaten. Glücklicherweise bin ich mit einer Freundin gereist, die mir das Geld vorstrecken könnte. Eine andere Fehler-Situation war es als ich über ein Wochenende verreist bin – mit Laptop, ohne Netzteil. Aber das sind Fehler, die man so schnell nicht wieder macht.
    Viel Erfolg
    Ulrike

    1. Liebe Ulrike,

      Ja, da magst du recht haben. Ich habe mir auch gestern überlegt, dass ich der Liste eigentlich noch einen Fehler hinzufügen müsste: In Kuba haben wir uns bequatschen lassen, mit dem Sammeltaxi zu fahren statt mit dem Bus. Sagen wir mal so: Es waren die längsten 8 Stunden unseres Lebens, ein Reisebus wäre mit Sicherheit 1000 Mal sicherer und gemütlicher gewesen…

      Liebe Grüße,
      Alex

  2. Als Vielreisende und Ex Flugbegleiterin musste ich bei deinem Beitrag schmunzeln. Selbst mir sind diese Fehler bei der 50. Reise auch noch passiert ;-). Jetzt achte ich vor allem darauf immer top vorbereitet zu sein und ich plane ein Programm mit „Lücken“.

    lg
    Nena

    1. Das kann ich mir gut vorstellen! Ich merke auch vor jeder Reise, dass ich mich total freue und mir ultra viel vornehme, weil ich natürlich alles sehen will – aber meistens fällt es mir mittlerweile rechtzeitig auf 😀

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